Wann brauche ich eine Ausfuhranmeldung für die Schweiz?
Beim Versand von Waren aus Deutschland in die Schweiz verlassen diese das Zollgebiet der EU. Ob und in welcher Form eine elektronische Ausfuhranmeldung nötig ist, hängt vom konkreten Vorgang ab. In Deutschland wird eine erforderliche elektronische Ausfuhr über ATLAS angemeldet. Nach der Überlassung kann das Ausfuhrbegleitdokument (ABD) den Transport begleiten; der Ausgangsvermerk bestätigt später den tatsächlichen Ausgang aus dem EU-Zollgebiet. Eine Schweizer Einfuhranmeldung ersetzt diese EU-Schritte nicht.
Was müssen Unternehmen für die Schweizer Einfuhr vorbereiten?
Die Ware muss auch auf Schweizer Seite zollrechtlich angemeldet werden. Für eine reibungsarme Abfertigung sind typischerweise eine Handels- oder Proformarechnung, genaue Warenbeschreibung, Zolltarifnummer, Menge, Gewicht, Wert, Ursprungsangaben und Transportdokumente wichtig. Je nach Produkt können weitere Bewilligungen, Kontrollen oder Abgaben hinzukommen. Klären Sie mit dem Schweizer Empfänger oder dessen Zollvertretung, wer als Einführer handelt und welche Unterlagen benötigt werden.
Sind Lieferungen in die Schweiz seit 2024 zollfrei?
Die Schweiz hat zum 1. Januar 2024 die Einfuhrzölle auf Industriewaren unabhängig vom Ursprung abgeschafft. Das gilt nicht pauschal für alle Waren: Für Agrarwaren können weiterhin Zölle anfallen, und andere Pflichten wie Einfuhrsteuer, Anmeldung sowie produktspezifische Vorschriften bleiben bestehen. Die korrekte Einreihung der Ware ist daher entscheidend. Auch wenn für eine Industrieware kein Schweizer Einfuhrzoll anfällt, sind die Ausfuhr- und Einfuhrverfahren weiterhin erforderlich, sofern sie im Einzelfall vorgeschrieben sind.
Wann spielen EUR.1 und Präferenzursprung noch eine Rolle?
Das Freihandelsabkommen EU–Schweiz ermöglicht unter seinen Voraussetzungen Zollpräferenzen für Ursprungswaren. Ob ein Präferenznachweis wie EUR.1 oder eine Ursprungserklärung gebraucht wird, hängt von Ware, Abkommen und geplanter Verwendung ab. Für eine Industrieware, die in der Schweiz verbleibt, ist ein Präferenznachweis allein zur Senkung des seit 2024 weggefallenen Schweizer Industriezolls meist nicht nötig. Bei Agrarwaren, Weiterverarbeitung, Wiederausfuhr oder Ursprungskumulierung kann der Ursprung weiterhin wichtig sein. Er ist nicht identisch mit dem Versandland.
Wie hilft Zollflix beim Export in die Schweiz?
Wir ordnen die Angaben für die deutsche Ausfuhranmeldung, klären Rückfragen zu Rechnung, Warendaten und ABD und besprechen mögliche Ursprungsnachweise. Die Schweizer Einfuhr wird separat mit dem Empfänger oder dessen Zollvertretung abgestimmt. So werden Zuständigkeiten, Transportweg und benötigte Dokumente vor Versand transparent.